Das Fundament intel­li­genter Lichtsteuerung:

Warum der Blue­tooth SIG Mesh Standard die Zukunft ist

In der Gebäu­de­technik suchen Planer und Elek­tro­in­stal­la­teure nach Lösungen, die nicht nur heute funk­tio­nieren, sondern auch in zehn oder zwanzig Jahren noch relevant und erwei­terbar sind. Bei der Licht­steuerung geht es längst nicht mehr nur um das Ein- und Ausschalten von Leuchten. Es geht um Zuver­läs­sigkeit, Skalier­barkeit und vor allem um Investitionssicherheit. 

Viele proprietäre Insel­systeme versprechen zwar Intel­ligenz, schaffen aber eine tech­no­lo­gische Sack­gasse. Genau hier setzt der Blue­tooth SIG Mesh Standard an. Er ist kein lizen­ziertes, anbie­ter­ab­hän­giges Produkt, sondern eine offene, globale Basis für Steue­rungen – das Fundament, auf dem profes­sio­nelle Systeme wie STEINEL Connect aufbauen. 

In diesem Artikel:

Was genau ist Blue­tooth Mesh

Ein Blick hinter die Technologie

Um zu verstehen, warum dieser Standard so robust ist, lohnt sich ein Blick auf seine Archi­tektur. Im Gegensatz zu klas­si­schen WLAN- oder einfachen Blue­tooth-Verbin­dungen, die oft eine zentrale Steu­er­einheit (wie einen Router oder Hub) benö­tigen, funk­tio­niert Blue­tooth Mesh dezentral. Man kann sich den Unter­schied wie eine Team-Kommu­ni­kation vorstellen: 

Zentrales System (Stern-Netzwerk): Eine Person (der Hub) spricht, alle anderen hören nur zu. Fällt diese eine Person aus, bricht die gesamte Kommu­ni­kation zusammen. 

Dezen­trales System (Mesh-Netzwerk): Jeder im Raum kann eine Nach­richt empfangen und sie an alle anderen weiter­geben. Die Infor­mation findet immer ihren Weg, auch wenn jemand den Raum verlässt. 

Jede Leuchte, jeder Sensor und jeder Taster in einem Blue­tooth Mesh Netzwerk ist ein solcher aktiver „Knoten­punkt“. Er sendet, empfängt und leitet Infor­ma­tionen weiter. Man könnte mit einem Augen­zwinkern sagen, das Prinzip ist uns in der Schweiz bestens vertraut: dezentral, föde­ra­lis­tisch und äusserst robust, weil nicht alles von einer einzigen Zentrale abhängt. Dieses „Jeder-zu-Jedem-Prinzip“ ist die Grundlage für ein sich selbst heilendes und extrem stabiles Netzwerk ohne einen zentralen Schwach­punkt (Single Point of Failure). 

Dieses „Jeder-zu-Jedem-Prinzip“ ist die Grundlage für ein sich selbst heilendes und extrem stabiles Netzwerk ohne einen zentralen Schwach­punkt (Single Point of Failure). 

Die entschei­denden Vorteile für den profes­sio­nellen Einsatz

Aus dieser tech­ni­schen Archi­tektur ergeben sich hand­feste Vorteile, die für jedes profes­sio­nelle Bau- oder Sanie­rungs­projekt entscheidend sind: 

1. Maximale Betriebssicherheit

Da es keine zentrale Steu­er­einheit gibt, die ausfallen kann, ist das System von Natur aus wider­stands­fähig. Fällt eine einzelne Leuchte aus oder wird die Verbindung zwischen zwei Punkten gestört, sucht sich die Kommu­ni­kation auto­ma­tisch einen alter­na­tiven Weg durch das Netzwerk. Das Resultat ist eine Betriebs­si­cherheit, die für alle profes­sio­nellen Infra­struk­turen uner­lässlich ist. 

2. Nahezu unbe­grenzte Skalierbarkeit

Ein Projekt beginnt viel­leicht mit zehn Leuchten in einem Korridor. In einem Jahr soll die angren­zende Halle dazu­kommen, später das Büro­ge­bäude. Mit Blue­tooth Mesh ist das kein Problem. Jede neue Kompo­nente wird einfach in das bestehende Netzwerk inte­griert und erweitert dessen Reich­weite und Dichte. Das System wächst orga­nisch mit den Anforderungen. 

3. Zukunfts­si­cherheit durch einen offenen Standard

Dies ist ein entschei­dender Punkt für jeden Planer und Investor. Blue­tooth Mesh ist ein offener Standard, der von der globalen Blue­tooth Special Interest Group (SIG) verwaltet wird. Das bedeutet, Ihre Inves­tition basiert auf einer globalen Tech­no­logie, die von Hunderten von Firmen getragen und weiter­ent­wi­ckelt wird – nicht auf der proprie­tären Lösung eines einzelnen Unter­nehmens. Das Fundament Ihrer Instal­lation kann somit nicht über Nacht obsolet werden. Es ist jedoch wichtig, zwischen dem Standard und dem System-Ökosystem zu unter­scheiden. Während der Standard die gemeinsame Sprache vorgibt, ist für die reibungslose Funktion in der Praxis das perfekt abge­stimmte Zusam­men­spiel von Hardware und Software (App) entscheidend. Für eine profes­sio­nelle Instal­lation mit vollem Funk­ti­ons­umfang, Garantien und Support ist es daher uner­lässlich, auf Kompo­nenten aus einem geschlos­senen, geprüften System wie STEINEL Connect zu setzen. 

4. Effi­zienz bei Instal­lation und Betrieb

Die dezen­trale, kabellose Natur des Netz­werks redu­ziert den Instal­la­ti­ons­aufwand dras­tisch. Es müssen keine zusätz­lichen Steu­er­lei­tungen verlegt werden, was besonders bei Sanie­rungen in Bestands­bauten Zeit und Kosten spart. Die gesamte Konfi­gu­ration und spätere Anpassung von Gruppen oder Szenen erfolgt flexibel per App. 

Vom Standard zur Anwendung:

Das STEINEL Connect Ecosystem

Ein solider Standard ist das Fundament. Ein profes­sio­nelles System wie STEINEL Connect baut darauf ein durch­dachtes Ökosystem auf. Es nutzt die Stärke des Blue­tooth Mesh Stan­dards und ergänzt ihn um hoch­wertige, perfekt aufein­ander abge­stimmte Kompo­nenten für den Praxis­einsatz – von intel­li­genten Sensor­leuchten bis hin zu IP, KNX und DALI Gateways und andere System­kom­po­nenten und Schal­taktoren wie Relais, Koppler und Ttaster, die Brücken zu bestehenden Instal­la­tionen schlagen. 

Die Wahl eines Licht­steue­rungs­systems ist eine stra­te­gische Entscheidung. Anstatt auf geschlossene Insel­lö­sungen zu setzen, bietet der offene Blue­tooth SIG Mesh Standard ein stabiles, skalier­bares und vor allem zukunfts­si­cheres Fundament. Für Planer bedeutet dies Sicherheit in der Spezi­fi­kation, für Instal­la­teure eine verein­fachte Umsetzung und für Bauherren den Schutz ihrer Inves­tition in eine lang­lebige Tech­no­logie. Wenn Sie ein System suchen, dessen tech­no­lo­gische Basis heute und morgen Vertrauen verdient, führt kein Weg an Blue­tooth Mesh vorbei. 

🔗 Haben Sie Fragen zur Anwendung oder Planung mit Blue­tooth Mesh? Unsere Experten beraten Sie gerne. Und wenn Sie uns nicht glauben, glauben Sie Sheldon 🙂 

Dieser Artikel ist geschrieben von:

Patrick Glauser
Geschäftsleiter 

10. Februar 2026 

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